Ab 12. September 2019 im Kino

Synopsis

Heli (Jördis Triebel) will ein neues Leben beginnen. Sie ist Künstlerin, hat sich die letzten Jahre aber mehr um ihre kleine Schwester Ginnie (Lilith Stangenberg) gekümmert, die geistig behindert ist. Jetzt soll Ginnie in ein Heim und ihre drei egozentrischen Brüder Bruno (Florian Stetter), Tommie (Hanno Koffler) und Frederik (Kai Scheve), die Heli nie eine Hilfe waren, sind damit einverstanden. Bevor Ginnie ins Heim gebracht wird, kommen die Brüder noch einmal zu Besuch, um im idyllischen Häuschen am Rande Berlins Zeit mit ihrer kleinen Schwester zu verbringen, der auf den ersten Blick ihre geistige Behinderung nicht anzusehen ist. Sie erleben das „Nesthäkchen“ als unberechenbares „Biest“ und kommen sich in dem Durcheinander näher als erwartet.

Trailer

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Hintergrund



Regiekommentar

IDIOTEN DER FAMILIE ist ein Kammerspiel zwischen fünf Geschwistern auf engstem Raum. Auslöser des Konflikts ist das moralische Dilemma der älteren Schwester: Um endlich selbst über ihr Leben bestimmen zu können, muss sie ihre jüngere behinderte Schwester „opfern“ und in ein Heim geben. Den beiden Schwestern stehen drei wohlmeinende Brüder gegenüber, die keine Hilfe sind. Das elterliche Haus am Rande Berlins, in dem die Geschwister ein letztes Mal zusammenkommen, fungiert dabei als Symbol für die einst bruchlose bürgerliche Ordnung und Oase, in der sie aufwuchsen.

Wir erleben die Entfremdung der Geschwister, die Schwierigkeiten ihrer Kommunikation, den teils unbeholfenen, ja grotesken Umgang der drei Brüder mit ihrer behinderten Schwester. Für eine solch vordergründig moralische Geschichte ist es besonders wichtig emotionale Grenzen zu überschreiten – und das „Idiotische“ im Normalen und das Normale im „Idiotischen“ aufzuzeigen. Im Kern geht es bei der Geschichte um die Frage nach Solidarität mit den Schwachen in einer überindividualisierten Gesellschaft. Insofern weist meine Geschichte über einen Geschwisterfilm mit seinen typischen Konflikten weit hinaus, weil sie den Bogen zu dem großen Thema unserer Zeit spannt, dem Aus der Gesellschaft ausgeschlossen sein. Erzählerisch ging es mir aber nicht nur um ein großes moralisches Dilemma, sondern um den destruktiven Egoismus und die lähmende Bequemlichkeit moderner westlicher Menschen.

Alle Figuren sind äußerst unterschiedliche, in sich widersprüchliche Charaktere – die von namhaften, sehr guten Schauspielern dargestellt werden. Lilith Stangenberg, Jördis Triebel, Florian Stetter, Hanno Koffler und Kai Scheve zeigen eine intensive, schillernde und spielerische Ensembleleistung.

Cast

Ginnie:

Lilith Stangenberg

Heli:

Jördis Triebel

Tommie:

Hanno Koffler

Bruno:

Florian Stetter

Frederick:

Kai Scheve

Crew

Produzent:

Michael Klier

Producer:

Anne-Kathrin Seemann

Redaktion Rbb/ARTE:

Dagmar Mielke

Redaktion Rbb:

Cooky Ziesche

Redaktion ARTE:

Andreas Schreitmüller

Kameramann:

Patrick Orth

Montage:

Katja Dringenberg

Komponist:

Tilmann Dehnhard

Produktionsleitung:

Sabina Belcher

Ausstattung:

Anna Heymann

Kostüm:

Nadja Lienig

Maske:

Nadine Seidel

Tongestaltung:

Kai Tebbel

Mischung:

Matthias Lempert

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Lilith Stangenberg, Jördis Triebel, Hanno Koffler, Florian Stetter und Kai Scheve     in einem Film von Michael Klier

farbfilm verleih  präsentiert eine Koproduktion von  Michael Klier-Film  und RBB  in Zusammenarbeit mit ARTE, gefördert durch  die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM),

Medienboard Berlin-Brandenburg (MBB)  und Filmförderungsanstalt (FFA)


Casting Ulrike Müller   Sound Design Kai Tebbel   Mischung Matthias Lempert    Ton Rainer Gerlach   Maske Nadine Seidel    Kostüm Nadja Lienig    Licht Stephan Rother    Produktionsleitung Sabina Belcher

Musik Tilmann Dehnhard   Schnitt Katja Dringenberg   Szenenbild Anna Heymann    Kamera Patrick Orth   Redaktion Andreas Schreitmüller, Dagmar Mielke, Cooky Ziesche    Producer Anne-Kathrin Seemann

Produzent Michael Klier   Drehbuch Michael Klier & Karin Aström   Regie Michael Klier